TSV Leipzig 76

Spielberichte der Saison 2007/2008

16.12.2007: Der Fuchs und die Trauben

Ein Adventsausflug und die Rückkehr mit dicken blauen Flecken

Ausgezogen waren sie, die A-Jugendlichen des TSV Leipzig 76, um dicke blaue Trauben in Form von Medaillen vom Bezirksmeisterschaftsbaum zu pflücken. Golden oder silbern sollten sie sein nach Möglichkeit und allzu groß war der Hunger und das Verlangen nach den saftigen Früchten. Der Fuchs listig in seiner Art, gespickt mit Bezirksklasse- und Bezirksligaspielern war an einem Wintertag nach Brandis aufgebrochen, um von dem Weinstock die saftigen Früchte der Wiedergutmachung zu ernten und um dem suspendierten Trainer eine zusätzliches Geschenk unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Der Fuchs schlich sich an den Weinstock heran, seine Blicke hingen sehnsüchtig an den dicken blauen, überreifen Trauben. Er stützte sich mit seine Vorderpfoten an den Stamm, reckte kräftig seinen Körper empor und wollte mit dem Mund ein paar Trauben erwischen. Aber die hingen zu hoch. Die Gastgeber aus Brandis hatten beim 20:22 im dritten Satz etwas dagegen, dass in eigener Halle etwas von ihren edlen Früchten gestohlen wurde. Zu dumm auch, dass der Hochmut und die Überheblichkeit durch herunter fallende gelbe Blätter noch die eigene Ohnmacht begünstigte.

Der Fuchs ist verärgert und versucht sein Glück noch einmal. Er bemüht sich ein zweites Mal und springt aus Leibeskräften. Voller Gier huscht er nach den üppigen Trauben und streckte sich so lang dabei, bis er plötzlich nach einer erneuten Niederlage gegen Borna auf dem Rücken kollerte. Nicht ein Blatt hat sich bewegt. Er muss erkennen, dass er in diesem Jahr keine Trauben mehr essen wird.

Der Spatz und die Maus die aus sicherem Versteck die Sache beobachtet haben, können sich nicht länger beherrschen und tuscheln belustigt: „Herr Fuchs, Ihr wolltet zu hoch hinaus, gib Dir keine Mühe, die Trauben bekommst Du nie.“ Der Fuchs jedoch biss die Zähne zusammen, rümpfte die Nase zusammen, gewann zwar noch sein letztes Spiel gegen Reudnitz und dennoch meinte er hochmütig: „Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben.“

Die Trauben unter sich aufgeteilt haben sich jedoch die Maus (Borna) der Spatz (Brandis) und der am Ende lachende Igel (Delitzsch). Der Fuchs stolziert mit erhobenen Haupt in den Wald zurück, wohl wissend, dass er nie mehr in seinem Leben so süße Trauben pflücken wird.

Die Moral von der Geschichte: Hochmut und Arroganz kommt vor dem Fall, auch der Fuchs sollte sich, wenn er ernten möchte, mit Hilfsmitteln wie Leiter und Pflückkorb in den Wald begeben, sonst geht er am Ende leer aus und geht mit blauen Flecken wieder in seine Höhle zurück. In Anlehnung an die Fabeln des griechischen Dichter Äsop will der Verfasser warnend den Finger heben um zu sagen, dass man keinen der Gegner unterschätzen darf, denn sonst ist am Ende das Erwachen noch von einem bitteren Nachgeschmack begleitet.

Die auf dem Jagdausflug erlegten Füchse in alphabethischer Reihenfolge: Thomas Arndt, Maximilian Berger, Daniel Binder, Eric Langer, Florian Rappl, Benjamin Rost, Mirko Pinseler, Robert Schlößer, Robert Zschernitz, sowie Co-Fuchs Patrick Starke und Kapitänsfuchs Hendrik Püsche.

Mario Walden verantwortlicher trauriger Oberfuchs

Auftakt der Vorrunde der A-Jugend männlich heiß umkämpft

(Spielbericht von Patrick) Am 25.11. 07 trafen in der Einfelderhalle in der Dittelstraße 23 die A-Jugend von Turbine Leipzig, dem Reudnitzer SV und dem TSV Leipzig 76 aufeinander. Der Zufall bestimmte die erste Ansetzung. Pünktlich 10.45 wurde in der Halle des Reudnitzer SV das Spiel Turbine Leipzig gegen TSV Leipzig 76 angepfiffen. Nachdem die Jungs aus dem Leipziger Westen die anfängliche Nervosität ablegten begannen sie den ersten Satz zu dominierten und führten klar mit 14:8 Punkten. Doch durch Einsatz und gezielten Angriffsschlägen gelang es Turbine den Rückstand aufzuholen. 14:13 lautete der Stand als die Jungen Wilden ihre erste Auszeit nahmen. Das Co-Trainer-Gespann um Hendrik Püchel und Patrick Starke befeuerte den ins Stocken geradene Motor der Jungen Wilden und so aufgeputscht beendeten die TSVler das scheinbar ungehinderte Treiben des Gegners. Punkt für Punkt kämpften sich die Schützlinge des Mario Waldens näher an die Ziellinie. Mit klaren Angriffen fuhren sie den heißumkämpften ersten Satz nach Hause. Im darauffolgenden zweiten Satz präsentierte sich die Jugend des TSV von einer anderen Seite. Engagiert arbeitend erkämpfte man sich eine klare Führung, die bis zum Ende des Satzes nicht mehr abgegeben wurde.
Damit wurde die Niederlage der A-Jugend aus Nord-Leipzig besiegelt.

Mit Spannung wurde die zweite Ansetzung zwischen dem TSV und Reudnitz erwartet. Der erste Satz begann mit einem Schlagabtausch beider Teams. Keinem gelang es, sich entscheidend abzusetzten. Auf gleicher Höhe das Satzende in Aussicht kamen die Jungen Wilden besser aus den Startlöchern und legten durch eine solide Mannschaftsleistung einen Schlussspurt hin dem die Reudnitzer nicht mehr folgen konnten. Parallel zum ersten Spiel präsentierte sich die Mannschaft aus Grünau im zweiten Satz wesentlich stabiler. Mit weniger Fehlern wurde ein Vorsprung erreicht der nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. So wurde das 2. Spiel für den TSV siegreich beendet.

Das noch ausstehende Spiel Reudnitz gegen Turbine Leipzig entschied Reudnitz souveran für sich.

Die Zielstellung des TSV für diesen Tag - zwei Siege ohne Satzverlust wurde trotz des kräfteraubenden 5-Satz-Krimis gegen die Herren des Reudnitzer SV (Bezirksklasse) in den Beinen souveran umgesetzt. Qualifiziert für die Endrunde am 16.12.07 darf man auf weitere hochkarätige Spiele gespannt sein.

Es spielten: Alex Rost, Benjamin Rost, Florian Rappl, Robert Zschernitz, Daniel Binder, Robert Schlößer, Eric Langer, Mirko Pinseler, Tom Piezonka, Thomas Arndt

B-Jugend-Außenseiter überrascht bei Bezirksmeisterschaft (28.10.2007)

(Bericht von Jens) Seit einigen Wochen trainiert unsere B-Jugend gemeinsam zweimal die Woche. Die Hälfte hat erst jetzt mit Volleyball angefangen. Somit gilt die Bezirksmeisterschaft für uns als reine Feuertaufe zum Sammeln von Erfahrung gegen jahrelang eingespielte Mannschaften.
Der Sonntagmontag vor dem Sportgymnasium begann mit einem Schock: Nur fünf Jungs da. So sind wir nicht spielberechtigt. Mit dem Staffelleiter wurde ein zeitlicher Aufschub ausgemacht und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen der zwei fehlenden Jungs auf dem schnellsten Wege aufs Feld zu bekommen. Das klappte.
Im ersten Spiel trafen die TSV-Sechs auf Delitzsch. Diese gilt als Mannschaft im vorderen Mittelfeld, so dass wir hier mit der ersten Klatsche rechneten. Was noch kurz zuvor im Training völlig chaotisch ausschaute, formierte sich zu einer volleyballspielenden Mannschaft. So ging der erste Satz zwar deutlich an den Gegner, von Freiwild aber keine Spur. Im zweiten Satz wurden die Reihen weiter geordnet. Positionen und Wege spielten sich langsam ein, Aufschläge und Annahme wurden konstanter. Und schon provozierten wir die erste Auszeit bei Delitzsch. Auch der Satz ging zwar an die große Kreisstadt, jedoch nur noch mit wenigen Punkten Vorsprung.
Durch dieses erste Spiel etwas optimistischer gestimmt, ging es nun gegen Markkleeberg zur Sache. Mit neuer Zuspielformation wurde schon intensiver gespielt als gegen die Delitzscher im ersten Satz. Der zweite Satz sollte richtig spannend werden. Mit zwischenzeitlicher Führung für uns kamen die Eingemeindungsgegner stark ins Schwimmen. Am Ende zeigte sich aber die längere Spielerfahrung und so konnte sich Markkleeberg noch einmal zu 22 durchsetzen.
Nun waren die Jungs richtig heiß. Der nächste Gegner hieß Wurzen, gegen den wir uns vielleicht den ersten Satzgewinn ausrechneten. Doch der ließ auf sich warten. Wir starteten wie im Spiel gegen Delitzsch. Eigene Unaufmerksamkeit und das Ping Pong der Muldestadt ließen den ersten Satz knapp an Wurzen gehen. In der Satzzwischenpause wurde die Mannschaft auf Linie gebracht. Dreimaliges Spielen, saubere Annahme und konzentrierte Netzarbeit waren die Stichworte. Und siehe da, es funktionierte. Der erste und sehr verdiente Satzgewinn mit 25:13 war da. Aber es sollte nicht der letzte gewesen sein.
Im vierten Spiel probierten wir eine ganz neue Zuspielerkombination aus. Diesmal hieß der Gegner USV Halle, die außer der Wertung in unserem Bezirk mitspielen. Dieses Team hatte zwar keine großen Spieler, dafür aber ein sauberes Stellungsspiel. So konnten wir zwar phasenweise die Hallenser durchaus aus der Reserve locken, aber die Sätze gingen wieder deutlicher an die Gegner. Spielerisch war jedoch eine Steigerung zu sehen, so dass diese Aufstellung auch für die beiden letzten Spiele beibehalten wurde.
Im fünften Spiel trafen wir auf Reudnitz. Im ersten Satz hechelten wir immer etwas hinterher. Kaum hatten wir uns rangekämpft, ließen wir den Gegner wieder davonziehen. Reudnitz hatte große Mühe, die Oberhand zu behalten. So ging der Satz denkbar eng zu 23 an den Leipziger Osten. Davon angestachelt wollten die Jungs zeigen, dass da mehr geht. Mit weniger Fehlern und deutlich mehr Druck im Angriffsspiel konnte das Blatt umgedreht werden. Jetzt waren es die Reudnitzer, die dranbleiben mussten. Diese Wende reichte uns zum zweiten Satzgewinn.
Im letzten Spiel wollten wir noch Haltung bewahren und einen für uns ordentlichen Volleyball spielen, denn es ging gegen den Turnierfavoriten Colditz. Die Hälfte des ersten Satzes wurde jedoch von uns verschlafen. Nicht ganz ungewöhnlich, da so viele Spiele hintereinander ungewohnt sind und nun langsam die Erschöpfung sich breit machte. Gegen Ende wachten die Jungs auf und konnten ihre Punkte auf dem Endspurt der Nordsachsen von 5 auf 10 verdoppeln. Das ließ für den zweiten Satz hoffen. Unsere Sechs gingen mit mehr Elan aufs Feld und die Colditzer schickten ihre Reserve. So wurde der Satzverlauf schon um einiges ausgeglichener und wir konnten nun mit einem guten Spiel auf 16:25 verkürzen.
Am Ende fuhren wir mit dem Wissen zurück, dass wir trotz des Trainingsrückstands an vier von fünf Mannschaften unseres Bezirks dran sind und nehmen die gewonnen Erfahrungen mit ins Training der kommenden fünf Wochen bis zum Abschluss der Bezirksmeisterschaften in Wurzen.

Teil II in Wurzen (02.12.2007)

(Bericht von Jens) Schon wieder ein neuer dazugekommen. So fuhren wir diesmal mit sieben Spielern nach Wurzen. Durch den fünften Platz aus dem ersten Turnier trafen wir diesmal in Staffeln auf den ersten aus Colditz und den dritten aus Reudnitz. Die Zielstellung war klar: Warm spielen gegen Colditz und gewinnen gegen Reudnitz. Der erste Satz lief erstaunlich gut. Statt 5er Riegel standen wir nur noch zu dritt in der Annahme. Am Netz wurde mehr gewechselt und so konnten wir bis etwa 9-10 Punkte mithalten. Nach einer Auszeit durch den erfahrenen Colditzer Trainer zogen diese dann davon, um den ersten Satz 12:25 für sich zu entscheiden. Im zweiten Satz traute ich meinen Augen nicht. Eine besser aufspielende TSV-Mannschaft, die die Colditzer aus der Reserve lockte. Diese hatten zwar immer die Nase vorn, aber wir hielten mit, bis zum Punktestand von 15:24. Mit druckvollen eigenen Aufschlägen setzten wir die Colditzer unter Druck. Unsere eigene Feldabwehr / Block stand und so kämpften wir uns auf 22:25 heran. Eine starke Leistung gegen den Turnierfavoriten gleich im ersten Spiel. Das ließ auf weitere gute Spiele hoffen. Im zweiten Spiel gegen Reudnitz wollten wir es deutlich machen. Jedoch hielt mal wieder der Schlendrian Einzug und wir verloren viele wichtige Punkte in der Annahme / Aufschlag oder durch unmotivierte Angriffe ins Netz. Dazu kam die Sonne, die die eigenen Spieler blendete. Trotzdem konnte diese Satz für uns entschieden werden. Nun hatten wir die Sonne im Rücken und damit hätte der zweite Satz kein problem werden sollen. Weit gefehlt. Die Reudnitzer kämpften um jeden Ball und unsere Eigenfehlerquote schoß in die Höhe. Somit ging der Satz verdient an die Reudnitzer. Entscheidungssatz! Das wollten wir uns nicht gefallen lassen. So starteten wir stark durch. Wir gingen mit 8:4 als erster zum Seitenwechsel. Bauten den Vorsprung noch auf 10:4 aus, bis wir dann erstmal eine Pause einlegten. Erst beim 11:13 für Reudnitz, rafften sich die Jungs endlich auf. Gerade noch rechtzeitig, um den Satz 15:13 zu drehen. Turnierziel erreicht. Wir stehen im Halbfinale. Hier sollte wir nun auf den Staffelersten Markkleeberg treffen. Jedoch hatten wir in diesem Spiel nicht nur die Markkleeberger als Gegner, sondern auch noch zwei geprüfte D-Schiedsrichter, die entweder die Linien und Netz nicht beobachten wollten oder nicht konnten. Den ersten Satz verschliefen wir selber 12:25. Im zweiten Satz drehten wir richtig auf. Immer mit leichtem Vorsprung ging es bis zur Satzhälfte. Ab da konnten wir uns etwa mehr absetzen, jedoch 5 Fehlentscheidungen gegen uns und eine gegen Markkleeberg machten uns den Weg nicht gerade einfach. So konnte Markkleeberg am Ende noch einmal herankommen, den Satzsieg ließen wir uns nicht mehr nehmen. Im dritten Satz griffen die Schiedsrichter nun in entscheidenden Situationen ein, so dass jede aufkeimende Gegenwehr gegen die durchschnittlich einen Kopf größeren Markkleeberger jedes Mal schnell erstickt wurde. So ging dieser Satz mit Schirihilfe wieder deutlich an die Neuseenländer. Schade, dass im Jugendbereich so wenig Wert auf eine vernünftige Schiedsrichterleistung gelegt wird.
Im kleinen Finale um Platz drei trafen wir nun auf Delitzsch. Diese spielten stark auf, während sich bei uns eine Ermüdung nach den beiden drei Satzspielen breit machte. So konnten wir zwar phasenweise Delitzsch unter Druck setzen, jedoch wurden diese Erfolge schnell durch Phasen von kompletter Wehrlosigkeit getrübt. So gaben wir beide Sätze verdient ab.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der geringen Volleyballerfahrung (vier Spieler sind erst seit ein paar Wochen dabei) und des niedrigen Altersdurchschnitts (liegt bei Jahrgang 93) der Spieler des TSV zu den Bezirksmeisterschaften eine sehr starke Leistung gezeigt wurde. Der 4. Platz ist verdient und für diese Saison beachtlich. Im Training wird nun weiter an den Grundlagen gearbeitet, um im Frühjahr/Sommer 2008 zu den nächsten Jugendturnieren (Bezirkspokal, Lipsiade …) noch stärker aufzulaufen.
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