TSV Leipzig 76

Spielberichte der Saison 2007/08


Die Wilden Kerle 3 entführen nach 10 Jahren den Bezirkspokal nach Grünau

Der Bruderkampf zwischen der Dritten und der Zweiten Mannschaft wurde gleich zum Schlager- und Schlüsselspiel des ganzen Tages, denn schon seit Monaten gingen sich beide Teams, obwohl in gleicher Halle trainierend, aus dem Wege, in Vergangenheit durchgeführte Testspiele wurden von den Verantwortlichen der Bezirksliga dankend mit der Begründung abgelehnt, dass sie doch nach dem Letztem am 06.12.2008 am Sonnabend darauf auch das Punktspiel verloren haben. So war man bis zum großen Show - Down getrennte Wege gegangen, sieht man mal von der Teilnahme von Benjamin Rost beim Training beider Mannschaften ab. Während sich die Jungen Wilden, Durchschnittsalter 19 Jahre, am Donnerstag vor dem Spiel, sich einer Prüfung durch den mit 5 Erstligaspielern antretenden GSVE Delitzsch (2. Bundesliga) unterzogen und dabei mit erspielten Punkten besser da standen als die eigene Regionalligamannschaft beim sächsischen Pokalhalbfinale, zog man bei der 2. ein Turnier 2:2 und viel Fußball, als gute Vorbereitung vor. Auch hatte der Coach das Spiel vom 20.04.2008 zwischen Engelsdorf und dem TSV II zum Anlass genommen um bei einer gemütlichen Kaffeestunde am Freitag, per Video die Stärken und Schwächen beider möglicher Kontrahenten aufzuzeigen.

Nach einem Fünf-Satz-Spiel als Schiedsgericht bei Halbfinale der Damen mächtig geschlaucht, konnte der Trainer einen ungewöhnlich nervösen Beginn seiner Annahmeachse feststellen. Bei 3:7 und 5:12 waren die Redezeiten seines Jobs im ersten Satz bereits verbraucht, doch der Rückstand wurde noch größer, bis Mittelblocker Stefan Claus zum Aufschlag schritt, als er wieder auf die Bank durfte, stand auf der Anzeige eine rote 20 und die Führung für die Wilden Kerle erst einmal aktenkundig. Diesen Vorsprung ließen sie nicht wieder entreißen und behaupten ihn mit 25:21 deutlich.

Jetzt konnte die TSV - Sieben befreit aufspielen, im 2. Abschnitt schaltete und waltete man nach Belieben, ein 25:19 nach nur 17 Minuten, erschien dem Trainergespann Walden/Schwerdt/Binder schon fast zu leicht. Sollte sich die 2. Vertretung ähnlich dem Spiel in Engelsdorf ihrem Schicksal ergeben. Weit gefehlt, diese Mannschaft war an diesem Tag von einem anderen Holz geschnitzt. Zwar startete wieder die Anfangsformation aus dem verlorenen 1. Satz mit Zuspieler Steve Kieschnik im Zuspiel, doch dieses Mal, konnte sich keine Team bedeutend absetzten. Doch was war das, Mirko Pinseler, Mittelblocker mit Anweisung Angriffe ins Feld zu nageln, schlich nach gelungener Angriffsaktion mit kreideweißem Gesicht zu Aufschlag. Schnelle Reaktion des Trainers, Wechsel mit Daniel Binder, während Mirko mit verkrampftem Gesicht in Richtung Toilette verschwand. Als der geplante Rückwechsel auf die Netzposition, planmäßig von statten gehen sollte, konnte man von dem beliebten Sonnyboy noch keinen Trikotzipfel erkennen, als er wieder erschien waren die Messen für diesen Satz schon gelesen, es stand 16:22 und folglich endete dieser Abschnitt mit 25:21 für die Männer um Kapitän Mark Leider.

Im vierten Abschnitt, schien wieder alles nach Plan zu laufen, jedoch wurde eine 7:3 Führung postum mit 7:9 aus der Hand gegeben, bei 13:18 sah alles nach einer weiteren Spielverlängerung aus. Doch der Trainer mahnte von außen, Moral zu zeigen und alls Mannschaft geschlossen für einander zu kämpfen. Ein Ruck ging noch einmal durch die Reihen, bei 20:17 wurde die Zweite nervös und bestellte eine Auszeit beim Schiedsrichter. Doch wie mit unsichtbarer Hand gezogen saugte sich die Jungs um ihren Führungsspieler Steffen Lösche heran um mit einem Fotofinish zum 25:23 auf der Ziellinie zu jubeln.

Nachdem diese schwere Hürde genommen war, wollten die Jungen beim Final – Four – 2008 nach den Sternen in Form des Pokal greifen um sich die Krone für eine phantastisches Jahr auf den Kopf zu setzen. Durch das länger dauernde Finale der Damen bei dem der Favorit Schildau, dem Lokalmatadoren Lok Nordost Leipzig mit 3:1 dem Sieg entriss, konnte sich der TSV mittels Infusion (Mirko Pinseler) und Bananen wieder erholen. Beim Vergleich Alt (Engeldorf Durchschnitt ca. 45 Jahre) gegen Jung (19 Jahre DWK3) sollte die Entscheidung an diesem Sonnabend fallen. In den beiden in der Saison gespielten Testspielen hatte jeweils der Bezirksligaprimus dominiert, doch durch die Videobeobachtung am Vortag, war man auf die Stärken der Mittelblocker und Außenangreifer hervorragend eingestellt. Der Spielverlauf des 1. Satzes verlief sehr ausgeglichen, leichte Vorsprünge der Talente konnten die Senioren immer wieder ausgleichen, danach konnte man sich um 2 bis 3 Breakbälle absetzen und mehrere erfolgreiche Annahmen sicherten den Gewinn des 1. Satzes mit 25:23.

Der Satzerfolg beflügelte die Jungen Wilden und schon früh wurden die Weichen auf Sieg gestellt, als der Kapitän beim Stand von 5:3 bis zum 13:3 an der Grundlinie stand und seine Aufgaben beim Gegner landeten. Mehrere Spielerwechsel ließen zwar die Engelsdorfer noch einmal herankommen, aber mit 25:15 ging der 2. Durchgang sicher nach Grünau.

Jetzt folgte wieder der ominöse 3. Satz, denn schon früh in Rückstand geraten beim 2:6 und 5:13 beide Auszeiten verbraucht, hieß es Schadensbegrenzung vorzunehmen. So holte Chef-Taktiker bei 0:4 und 5:14 seine Point-Gards vom Feld um ihnen die notwendige Ruhe vor dem letzten Angriff zu geben.

Der vierte Satz sollte dann der krönende Abschluss des Spieltages werden und Krimiseher hätten ihre wahre Freude an dem Spielverlauf gehabt. Im Gleichschritt ging es durch den Satz, über die Stationen 8.8, 18:18; 21:21 welches die registrierten Spielstände der Unterbrechungen waren, wobei der Vorsprung von 3 Punkten Der Wilden Kerle 3 bei 21:18 spontan von Lutz Peter und Co wieder egalisiert wurde. Die ersten Satzbälle bei 24:23 und 25:24 verschlugen Steffen Lösche und Thomas Arndt leichtfertig, bei 26:25 und 30:29 hätte die Engel Flügel haben müssen, doch immer wieder konnte die Außenangreifer den Block erfolgreich anschlagen. Aus einer Feldabwehr heraus, schraubte sich Air – Mirko am Netz hoch und versenkte den Ball zwischen einem verdutzt schauenden Doppelblock im gegnerischen Feld zum 32:31. Dieser Ball schien Eindruck gemacht zu haben den 2 leichte Fehler der Oldies bescherten schließlich den umjubelten 34:32 und damit 3:1 Erfolg der Jugend.

Nach Pokalübergabe durch die Verantwortlichen des SSVB Andreas Rauschenbach und Olaf Uhlemann fand der Autocorso durch Leipzig in der Vereinsgaststätte „Gohliser Wirtschaft" seinen feierlichen Abschluss. Die Inhaberin Frigga Heinzel ließ es sich nicht nehmen, die Helden mit der Queen – Hymne: „We are the Champions“ und Sekt zu empfangen und bei Sieger - Zigarillos und Riesen - Koteletts a la Lomertsheim klang der Abend fröhlich aus.

Zu die Helden, die nach 10 Jahren den Pott wieder zum TSV Leipzig 76 zurückholten, gehören:

Thomas Arndt, Daniel Binder, Stefan Claus, Mirko Pinseler, Steffen Lösche, Hendrik Püschel, Eric Langer, Tom Pietzonka, Robert Schlößer, Christian Straßburger und Rico Krosse

Zum Betreuerstab gehörten: Teamscout Rainer Schwerdt, Hauptsponsor Wolfgang Binder, Versorgung Heike Krosse und Tanja Krosse, Foto Rainer Straßburger und ein überglücklicher
Mario Walden als
Organisator des Erfolgs

Das schreiben die anderen:
SSVB Sensationspokalsieger beim FINAL FOUR 2008
SV Lok Engelsdorf Siegesserie reißt im letzten Saisonspiel - Bezirkspokal geht nach Grünau





19.04.2008: Meisterfeier nach Doppelsieg in jeweils 5 Sätzen


Am Ende eines langen Spieljahres passte alles zusammen, es gab zum letztem Heimrecht der Saison noch einmal zwei echte Knaller in der 2. Bezirksklasse, der bereits zum Zeitpunkt aufgestiegene TSV Leipzig 76 III empfing den Tabellenzweiten aus Hohenprießnitz und mit SV Reudnitz III auch noch den Vierten zum einem abschließendem Derby. Auch wenn der Meistertitel und der Aufstieg bereits lange vorher fest stand, wollten „Die Wilden Kerle 3“ den fast 100 Zuschauern in ihrer „Arena“ an der „Grünauer Welle“ beweisen, dass sie zurecht und das vom ersten Spieltag an, die Tabelle von oben betrachten. Auch hatte der Internet – Aufruf der Hornets05 die Stimmung noch einmal aufgeheizt, als man versprach den „Tabellenkrösus“ in eigener Halle zu bezwingen. So war die Konstellation vor dem Spiel eindeutig, Hohenprießnitz war zum Siegen gezwungen und der TSV zu Siegen verpflichtet.

So wurde der erste Satz nicht nur zum Längsten der ganzen Tages, sondern auch zum Spannendsten. Über eine halbe Stunde tobte der Kampf hin und her, Satzball auf der einen, verschlagen auf der anderen Seite, am Ende siegten die jungen Grünauer mit 34:32 von den Augen des Staffelleiters Dr. Horst Schulze als auch des Cheftaktiker der Deutschen Nationalmannschaft, Dr. Bernd Zimmermann, die unter den eingeladenen und erschienen Ehrengästen weilten.

Im 2. Satz dominierten dann wieder die Hornets, die durch ihre mit Trommeln bewaffneten Fans für zusätzlichen Power in der Halle sorgten. Über die Stationen 2:6 und 12:17, liefen die Grünauer ständig hinterher und erst beim 18:24 als mit Robert Schößer noch einmal ein Aufschlagsspezialist an die Grundlinie kam, fing in Hohenprießnitz noch einmal das Flattern an, doch der Angriffsball zum 22:24 vom Spielmacher Thomas Arndt verfehlte das Feld um wenige Zentimeter und ließ die Hoffnung bei Hohenprießnitz wieder aufkommen, die nur bei eigenen Sieg, die Chance auf den Mitaufstiegsplatz gewahrt hätten.

Doch im nächsten Satz spielten DWK3 wieder aus einem Guss, die zwar einen verletzten Stammspieler ersetzen musste, doch mit einem 25:19 ging der Abschnitt souverän an den Gastgeber. Aber die Spannung des Spitzenspiels sollte an diesem Tag bis in den fünften Durchgang fortbestehen, denn die Hornets05 zeigten sich anders als beim Pokalspiel in Delitzsch von einer großen kämpferischen Seite und erzwangen mit 22:25 die Verlängerung zum nun folgendem Elfmeter – Schießen.

Bei 8:5 Vorsprung für den TSV wurden die Seiten gewechselt, bei 9:5 schienen die Weichen auf Sieg gestellt, doch 3 leichte Fehler und schon war der Satz wieder offen. In der Auszeit schwor das Trainergespann noch einmal das Team mit den Worten ein: „Das ist Euer Endspiel, das ist Euer Finale, das sind Eure Fans, zeigt denen etwas, an das sie sich noch lange erinnern können!“ Diese Worte hatten fruchtbare Abnehmer gefunden, denn mit 15:9 endete der 5. Satz genau nach 2 Stunden und 5 Minuten für die Jungen um Ihren Kapitän Steffen Lösche.

Eigentlich wollte dann zum 2. Spiel keiner mehr so richtig aufs Feld um gegen die Allstars des SV Reudnitz zu spielen, doch seinem Versprechen geschuldet, schickte der Trainer nun die zweite Reihe der TSV – Eleven in die Spieleröffnung. Und die auf 4 Positionen umgestellte Mannschaft spielte frech und locker auf und überrollte die Oldis mit schnellem Spiel über die Mittel- und Außenpositionen und gewann den ersten Abschnitt mit 25:19. Das es nicht so weiter ging, war dem Einsatz von Jan Fichtner geschuldet, der von Zuspieler Roger Hesselbarth immer wieder in Szene gesetzt seine Brachialangriffe in der 81 Quadratmeter Feldhälfte einschlagen ließ. In nur 14 Minuten, verloren die Grünauer den 2. Satz mit 15:25. Nun hieß es Schadenbegrenzung zu halten und Trainer Mario Walden stellte komplett um und schickte seine Stammformation ins Rennen zurück. Doch die schaffte es nicht sofort die Energiehebel umzulegen, der Kaltstart misslang und Reudnitz schaffte im 3. Satz die Führung durch ein deutliches 25:18.

Jedoch sollte der bereits kalt gestellte Siegersekt nicht mit Wermutstropfen angereichert werden, so spielte und kämpfte sich der TSV ins Spiel zurück, mit starken Aufschlägen und Blöcken über die Punktstände 9:3 und 22:15 als die Connewitzer jeweils mit Auszeiten den Spielfluss der Grünauer unterbrachen, gewann man am Ende deutlich mit 25:18. Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen musste nun der Tie-Break die Entscheidung bringen. Beim Stande von 14:11, war das Spiel durch den Unparteiischen Stefan Riemer schon beendet, doch der TSV – Coach nahm das Geschenk nicht an, und so ging der Satz noch weiter und wurde richtig spannend, doch beim 17:15 jubelten dann doch „Die Wilden Kerle 3“ und beim abschließendem Siegerbier und Sekt kamen auch die Besiegten und Fans nicht zu kurz.

Jedoch war dieser Spieltag nur der letzte Wettkampftest für das Halbfinale des Final Four Turnier am 26.04.2008 um 12:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums Engelsdorf, Arthur-Winkler-Straße, 04317 Leipzig.

Beim Vergleich David gegen Goliath will man dann versuchen den Großen des Bezirks Leipzig ein Bein zu stellen. Zumindest wird eine TSV Mannschaft das Finale erreichen, denn die Ansetzung lautet: TSV Leipzig 76 II (Bezirksliga) gegen TSV Leipzig 76 III (2. Bezirksklasse). Zeitgleich bestreiten der Aufsteiger in die Landesklasse Lok Engelsdorf I gegen SV Tresenwald (1.Bezirksklasse) das andere Halbfinale.

Für den Meister der 2. Bezirksklasse und Aufsteiger spielten am 19.04.2008:
Thomas Arndt (Lutz), Daniel Binder (Dani), Stefan Claus, Mirko Pinseler (Zwörri), Steffen Lösche, Hendrik Püschel (Henne), Eric Langer (Cum), Tom Pietzonka (Pie), Robert Schlößer (Schloss), Christian Straßburger und Enrico Krosse (Enno). Auf der Bank hatten Platz genommen: Edelfan Uwe Schönherr, Teamsponsor Wolfgang Binder und Teamscout Rainer Schwerdt

10 Sätze vor der Bank stand:
Mario Walden
Coach DWK3

14.04.2008: Einladung zur Meisterfeier am 19.04.2008 in die Turnhalle der 84. Mittelschule

Liebe Sponsoren, Eltern, Spieler und Fans,

der TSV Leipzig 76 III, oder auch DWK3 (Die Wilden Kerle 3) laden am 19. April 2008 ab 14:00 Uhr zum gelungenen Aufstieg und Meisterfeier in ihre Heimspielhalle ein. Neben hochklassigen Volleyball gegen den Tabellenzweiten vom SV Hohenprießnitz (Hornets 05) geht es im zweiten Spiel gegen die Allstars des SV Reudnitz III. Diese beiden Spiele versprechen hohe Spannung und Unterhaltung, denn schon die Auswärtsspiele konnten nur knapp mit 3:1 und 3:2 von den Wilden Kerlen gewonnen werden.

Nebenbei wollen wir gemeinsam mit all unseren Freunden, bei Sekt und Freibier auf eine gelungene Saison anstoßen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn die Grillsaison ist eröffnet und der Scout des Teams, Rainer Schwerdt wird Bratwürste der Fleischerei Jörg Winter servieren.

Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung, denn auf dem Nachbarfeld kämpft die von Michael Berbalk betreute 3. Damenmannschaft ebenfalls um den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse.

Mit sportlichen Grüßen
Mario Walden
Trainer des TSV Leipzig 76 III
Steffen Lösche
Kapitän DWK3

05.04.2008: Dem Aufstieg ein Stück näher

Zwei aus Fünf oder die Spreu vom Weizen getrennt

Vor dem Wochenende hatten noch 5 Mannschaften Aussichten zu Titelchancen in der 2. Bezirksklasse zu kommen, danach hat sich die Anzahl der Bewerber auf 2 reduziert. Da Verfolger Turbine II bei Reudnitz III mit einem 3:2 Sieg seine Pflicht erfüllt hatte, lag der Tabellenführer TSV Leipzig 76 III im Zugzwang. Noch am Donnerstag hatte man sich in einer Feuerprobe gegen Bornas Erste bei einer 2:3 Niederlage, noch recht wacker geschlagen und so wuchs das Selbstbewusstsein gegen die Zweite aus dem ehemaligen Kohlerevier ein leichtes Spiel zu haben. Auch erweckte das eher schwache Auftreten der Jungs um Kapitän und Old-Star Frank Scheibel im Spiel gegen den Tabellenletzten aus Thallwitz, nicht den Anschein großer Gefahr.

Die Wilden Kerle 3 legten gleich los wie die Feuerwehr, denn schließlich war der Siegessekt schon kalt gestellt. Beim Stand von 6:2 war Borna schon gezwungen die erste weiße Fahne in Form einer Auszeit zu schwenken. Der Vorsprung wuchs auf 11:5 an, doch irgendwie wollte der Schiedsrichter nicht so recht mitspielen, denn er gab einige strittige Entscheidungen zu Gunsten der kämpfenden Gastgeber, der Vorsprung schmolz dahin, wie der Schnee zu Ostern und der Gästetrainer musste nun häufiger die Arme bewegen um mit dem Schiedsgericht zu reden. So forderte er Auszeit beim Stand von 11:7, holte seinen Kapitän bei 13:12 vom Feld um ihn kurze Zeit später bei 13:16 wieder zu bringen. Doch alle Bemühungen blieben erfolglos, Borna machte Punkt um Punkt und dominierte in Abwehr, Block und Angriff, bei gleichzeitig hoher Eigenfehlerquote der Grünauer. Zwar startete die TSV – Sieben noch einmal eine Aufhole - Jagt und kam bis 20:21 heran, doch vier Eigenfehler, ließen die Einheit als Sieger die Seiten wechseln.

Jetzt war guter Rat teuer beim Leipziger Cheftaktiker, der sich jedoch „nur“ für einen simplen Diagonalwechsel seiner beiden Außenangreifer entschied. So startete Tom Pietzonka in der Netzreihe, während Kapitän Steffen Lösche an der Grundlinie begann. Danach bestimmte nur noch der TSV das Geschehen in Borna Ost, denn die umgestellte Formation war deutlich durchschlagkräftiger. So wurde der 2. Abschnitt mit 25:18 klar gewonnen. Auch im 3. Satz bestimmten dann die Leipziger das Bild, auch wenn das Schiedsgericht beim Stand von 19:11 einen Aufstellungsfehler registrierte und so für Unterbrechung in den Angriffswellen sorgte. Doch eine ordnende Auszeit bei 19:12 und der Satzgewinn von 25:15 war die logische Folge.

Auch im vierten Abschnitt immer wieder das gleiche Bild, Grünau erarbeitete sich einen Breakball nach dem anderen und Löschi. Henne und Pie versenkten die Angriffe im Bornaer Spiel – Quadrat. Bezeichnend für den Verlust des 4. Satzes, der Angriff der Nummer 14 von Einheit gegen den Block des DWK – Kapitäns beim Stand von 16:21, als der zu energische Angreifer mit verstauchter Hand ausgewechselt wurde. So endete auch der letzte gespielte Satz an diesem Tag mit einem sicherem 25:16. Der 3:1 Auswärtserfolg wurde zwar frenetisch gefeiert, jedoch fehlt theoretisch noch ein Sieg am sicheren 1. Platz. Zwar wurde der gekühlte Sekt wieder mit nach Hause genommen, jedoch soll er am 19.04.2008 bei den beiden Heimspielen gegen Reudnitz III und Hornets 05, gemeinsam mit Sponsoren, Fans und Freunden getrunken werden, wenn die Meisterschaft und der Aufstieg sicher eingefahren ist.

In Borna spielten und kämpften: Thomas Arndt, Robert Zschernitz, Daniel Binder, Stefan Clauß, Mirko Pinseler, Hendrik Püschel, Eric Langer, Tom Pietzonka, Christian Straßburger, Enrico Krosse, Steffen Lösche und der Trainerstab um Wolfgang Binder, Rainer Schwerdt und

Mario Walden als Cheftaktiker und Chefredakteur

15.03.2008: Schwarzer Samstag

oder der Tag mit den vielen Ü – wie Überlegenheit bis U – wie Untergang

Es gibt Tage, da sollte man besser zu Hause bleiben, als in der Turnhalle versauern, sagte sich der gestresste Trainer nach einem sehr erfolglosen Spieltag. Aus Thüringen nach Nauenhof zur Sachsen-Meisterschaft der Hobbymannschaften angereist gab es bei 2 Vorrundenspielen nicht viel zu holen, als es am Ende 0:2 stand. Doch die Lausbuben sollten an diesem Tag noch für bessere Schlagzeilen sorgen, doch das wird in einem anderen Bericht stehen. Die Fahrt ging weiter von Nauenhof nach Wurzen, dort hatten „Die Wilden Kerle 3“ ihr vorletztes Auswärtsspiel der Saison und wollten gegen den Drittletzten vom 1. VSV die Tür zum Aufstieg in die 1. Bezirksklasse weit aufstoßen. Leichtes Handicap in der Startformation, denn mit Steffen Lösche, Stefan Claus und Christian Straßburger fehlten gleich 3 aus dem sogenannten Stamm - Sechser. Obwohl die Warnung vor dem Spiel und die Zielstellung deutlich ausgesprochen wurde, hatten einige nach guten Beginn im 1. Satz mit komfortablem 19:15 Vorsprung im Rücken diese Worte vergessen und das erste der Ü-Worte - Überheblichkeit - schlich sich ein. Die Folge, Wurzen machte Punkt um Punkt holte auf und ließ die TSV Sieben beim 25:21 förmlich auf der Bundesstraße B 6 am Straßenrand liegen.

Im 2. Durchgang begann der VSV Wurzen sein Ü – Überlegenheit - auszuspielen, ohne Schwächen in der Annahme, schnelles Angriffsspiel über die Außenpositionen und gutes Stellungsspiel im Block und Feldabwehrverhalten ließen sie die Grünauer Bubis alt aussehen und beim 25:18 war mal erstmalig mit 0:2 hinten. Während des Satzes schon fieberhaftes Arbeiten auf der Trainerbank, es galt die Mannschaft neu zu formieren und zu motivieren. Die Grundaufstellung wurde ummodelliert und Diagonalangreifer zum Außenangreifer umfunktioniert.

Und siehe da: der TSV Express kam direkt vom Abstellgleis in Fahrt und spielte nun mit dem Vorteil des dritten Ü - Überraschung die Keks-Städter beim 25:18 förmlich an die Wand. Alle, einschließlich Sponsor und anwesender Staffelleiter träumten von einer weiteren Verlängerung mit anschließendem fünften Satz.

Doch irgend wie war der Traum sehr kurz und das Erwachen nach 19 Minuten beim 25:14 eher heftig, als sich gleich 3 große U auf der TSV Seite eingenistet hatten. Wenn Unvermögen, Unbeholfenheit und Unkonzentriertheit allgegenwärtig sind und von den 25 Punkten fast alle durch Eigenfehler resultieren, muss der Gegner nur noch sein Programm runterspulen. So getan in Abschnitt vier und die hämischen Anfeuerungsrufe: Von der Hand an die Wand“ klingen bei der ersten Niederlage nach 14 Pflichtspielen noch bis nach Ostern in den Ohren nach.

Das große Bayern München hat seine 0:2 Schlappe in Cottbus als „Aufbauhilfe Ost“ abgetan, der TSV kann durch der Niederlage zwar von U - „Unterstützung West“ sprechen, denn nach den Ergebnissen vom Wochenende dürfte der VSV Wurzen mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Jedoch haben mit Turbine Leipzig, SV Reudnitz II, Einheit Borna II, SV Hohenprießnitz und den DWK3 noch 5 Teams die Chance auf den Aufstieg ins Oberhaus der Bezirksklasse.

Beim U – unmöglichen Sonnabend waren beim 1. U – Untergang mit dabei: Thomas Arndt, Robert Zschernitz, Daniel Binder, Eric Langer, Hendrik Püschel, Mirko Pinseler, Tom Pietzonka, Robert Schlößer, Enrico Krosse sowie die Zugbegleiter der drei Schlafwagen Rainer Schwert, Wolfgang Binder und

Mario Walden

Überraschung in Delitzsch, Jugendmannschaft unter den besten Vier im Bezirk Leipzig

01.03.2008: Sturmtief Emma mit Schäden in Delitzsch oder

wie die Bubis aus Grünau den Favoriten in die Knie zwangen

Eine stürmische Anreise nach Delitzsch stand auf dem Programm für die Halbfinals im Bezirkspokal. Sturmtief Emma war mit 150 Stundenkilometern auch für den Delitzscher Raum angesagt und zwang „Die Wilden Kerle 3“ zu einer Einkehr im Eiscafe am Markt um sich für die Fahrt zu stärken und Kraft zu schöpfen für den Vergleich gegen die Reserve des Bundesligisten GSVE Delitzsch. Nach kühlen Empfang in der Sporthalle gab es jedoch grünes Licht der Gastgeber für ein Annahmetraining auf dem Wettkampfspielfeld. Es gab es jedoch den Tenor, dass man die Bubis aus Grünau schnell wieder und das möglichst zum Kaffee wieder nach Hause schicken wolle.

Doch man hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn im ersten Durchgang spielten bis zum 18:14 erst mal nur der TSV Leipzig 76 III. Doch irgendwie verflachte der Angriffssturm der Grünauer. Delitzsch kontrollierte das Geschehen und jubelte beim 25:21 über den Gewinn des ersten Satzes, denn jetzt konnte doch schon mal der Kaffee angesetzt werden.

Allerdings legten die Bubis erst richtig los, als wäre nichts geschehen, begannen die TSV-ler mit der 2. Angriffswelle, sichtliche Überforderung und einem Anwachsen des Vorsprungs auf 9:1 Punkte. Doch wieder ähnliche Zeichen und Schwächen wie in Satz 1. ließen den Vorsprung schmelzen, doch dieses Mal reichte es zu einem knappen 25:22. Man war angekommen in Delitzsch und das Spiel begann von vorn.

Auch im dritten Satz dominierten zunächst die TSV-Sieben, bei 8:3 nahm Delitzsch eine Auszeit und es begann wieder das große Zittern zur Mitte des Abschnitts, bei 15:16 nahm der Coach bereits die 2. Auszeit, doch leider ohne Erfolg, zu viele eigene Fehler wie beim ins Aus geschlagenen letzten Angriff über die Mitte sorgte wieder für Hochgefühle beim GSVE.

Umgekehrte Vorzeichen jetzt im 4. Abschnitt, 3 Punkte Vorsprung zu Beginn für Delitzsch ließen die Ahnung auf schnelles Ende zu und nach der Mimik der Spieler glaubte keiner an eine Wende im Spiel. Doch man stand wieder auf und der Rückenwind aus dem Westen mit alleine 8 Aufschlagpunkte von Trainersohn Tom Pietzonka sorgte beim 25.13 für deutliche Verwirrung im Delitzscher Lager.

So musste das Elfmeter-Schießen am Ende die Entscheidung bringen, auch hier begannen wieder die Delitzscher mit dem perfekterem Start, doch schon beim Seitenwechsel hatte Grünau mit 8:6 die Nase von und eine Aufschlagserie von Diagonalspieler Hendrik Püschel sorgte für einen deutlichen Vorsprung, den man dann auch mit 15:9 sicher nach Hause brachte. Emma sei Dank.

Das zweite Spiel des Tages sah den Ligaprimus der Bezirksliga, die eigene zweite Mannschaft, in einem ungleichen Duell mit hoffnungslos überforderten Hornets aus Hohenprießnitz konfrontiert. Relativ sicher zog Ihr Sechser seine Bahn und gewann deutlich mit 3:0 und freut sich jetzt auf die interne Vereinsmeisterschaft im Pokalhalbfinale am 26. April 2008 im Gymnasium Engelsdorf und die Gewissheit, das zumindest ein Team das Endspiel erreichen wird.

Für die sturmerprobten Bubis aus Grünau spielte: Thomas Arndt, Robert Zschernitz, Steffen Lösche, Eric Langer, Henrik Püschel, Mirko Pinseler, Tom Pietzonka, Robert Schlößer und Christian Straßburger

Rainer Schwert, Rainer Straßburger und Mario Walden
die Sturmbezwinger an den Lenkseilen des Fahrzeugkonvois

23.02.2008: And the Oscar goes to …

DWK 3 mit dem Triller: Vier mal links, ist nicht zu schlagen

Bevor am Samstag um 20:15 Uhr im RTL das Original der: „Die Wilden Kerle 3“ über die Mattscheibe flimmerte, kam es bereits um kurz nach 16:00 Uhr in Leipzig-Lößnig zu einem 90 Minuten Triller ganz im Sinne von Altmeister Alfred Hitchcock.

Eingeladen zur Show hatte der Zweite der Liga, die SV Turbine Leipzig II, den ungeschlagenen Gast und Tabellenführer aus dem Westen, der ohne Kapitän Steffen Lösche und Mittelblocker Stefan Clauß, an den Silbersee zu den Dreharbeiten anreisen musste. In einem eher durchwachsenen Spiel hatte der aktuelle Vize beim 3:1 über Kellerkind, SV Engelsdorf II, mehr Mühe als erwartet und musste beim knappen Sieg alle Reserven in die Waagschale werfen.

Doch in Satz eins des Spitzenspiels hatte die Filmcrew aus Grünau nicht so genau auf die Anweisungen ihres Regisseurs gehört, denn nach gutem Start und 9:5 Führung gingen zwischendurch der Annahme die Scheinwerfer aus und die Turbine bekam unterstützt von ca. 25 Fans in Fahrt und konnte am Ende mit 25:21 den Satz sicher gewinnen. In der Satzpause fieberhafter Kulissenumbau auf dem Regiestuhl, der Trainer sah sich zu sofortiger Umbesetzung einiger Haupt- und Nebenrollen veranlasst. Auf Annahme kam mit Christian Straßburger der 4. Linkshänder aufs Feld, während der Tom Pietzonka die 2. Mittelblockposition verstärkte.

Grünau begann konzentriert, doch was war das? Nach einer Allerweltsreaktion der Regie kam durch die Zensur vom Hohen Stuhl der Gelbe Karton! Sollte die Produktion des Mehrteilers jetzt von höchst richterlicher Stelle ohne Vorwarnung gestoppt werden? Waren nicht genug Mittel für diesen Drehtag von der TSV – Produktionsfirma bewilligt worden? Doch hatte die Verwarnung hatte zumindest bei den Akteuren die richtige Antwort ausgelöst, denn ab diesem Zeitpunkt dominierte nur noch das Ensemble aus Grünauwood. Vor allem Kapitän Hendrik Püschel als linkshändiger Hauptdarsteller machte im 2. Satz Nägel mit Köpfen und war bei seinen Angriffen von Position 2 und 1 nicht von Block und Feldabwehr der überforderten Südstädler zu stoppen. 25:15 die logische Konsequenz und Klarheit bei allen, dass das Spiel um 17:00 Uhr neu begonnen hatte.

So wurden auch auf Seite des Filmstudios „Turbine II“ auch ständig versucht das Drehbuch umzuschreiben, indem der Hauptzuspieler und Hauptangreifer ständig wechselten, doch ohne sichtbaren Erfolg und die Annahmeachse mit Linkshänder Robert Schlößer, Libero Eric Langer und oben eingewechselten Christian Straßburger ließen an diesem Abend keine Schnittpausen mehr zu und führten die „Die Wilden Kerle 3“ direkt in Oscarnacht. Zwar wurden die Sätze 3 mit 25:21 und 4 mit 25:22 nur knapp gewonnen, doch waren die verschlagenen Satzbälle der Tubinäris wohl auch ein wenig Tribut an einen zumindest für sie zu langen Drehtag.

Strahlender Gewinner bei der Vergabe der goldenen "Academy Award of Merit", war der Streifen: „Viermal Links ist nicht zu schlagen, der allein 9 der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen konnte, hier die Preisträger im Einzelnen:

Hendrik Püschel
    Für die Rolle in: „Henne einfach nicht zu stoppen, oder der Linkshänder
    mit der Killerhand“
Christian Straßburger
    Für seine Rolle in: „Der Newcomer mit der linken Hand“
Robert Schlößer
    Für seine Rolle in: „Ein Linkshänder kommt selten allein“
Eric Langer
    Für seine Liberorolle: „Nobody ist Perfekt oder auch Kleine Linkshänder können die Größten sein“
Thomas Arndt
    Für seine Rolle als Zuspieler in dem Krimi: „Schneller spielen als der Pfiff“
Mirko Pinseler
    Für seine Rolle: „Schneller als Block und Ball“
Tom Pietzonka
    Für seine Rolle: „Ab durch die Mitte, wenn Außen nichts geht“
Robert Zschernitz
    Für seine Rolle: „Neune kommen durch die ganze Welt“
Daniel Binder
    Für seine Rolle: „Ich war auch dabei“

Mario Walden
    Regisseur DWK 3

26.01.2008: Souveräner Auswärtssieg in eigener Halle

Für Engelsdorfs Zweite gab es keine Punkte in der TSV-Arena

Zu einem außergewöhnlichen Auswärtsspiel kam es am vergangenen Sonnabend in der Turnhalle der 84. Mittelschule. In der Hauptspielhalle des TSV Leipzig 76, wo von Hobbysport bis Regionalliga bei den Damen und Herren Mannschaften aus ganz Deutschland als Gäste weilten, trug der SV Lok Engelsdorf II seine beiden Heimspiele gegen TSV Leipzig 76 III und SV Groitzsch 1861 aus. Der Grund für diesen Rollentausch war die Unbespielbarkeit der eigenen Trainingsstätte.

Zwar hinkt der Vergleich David gegen Goliath etwas, doch angesichts der Tabellensituation, es spielte der Siebente (4 Punkte) gegen den Ersten (20 Punkte), könnte man es nicht treffender formulieren. Hinzu kam das Selbstbewusstsein eines 2:1 Sieg über den USV Halle II (Spitzenteam der Landesliga Sachsen-Anhalt) vom letzten Trainingstag und die Tatsache alle Spieler bis auf den erkrankten Tom Pietzonka an Deck zu haben.

Unter der Rubrik „Ohne besondere Vorkommnisse“ wurde dann auch das Spiel deutlich mit 25:15, 25:18 und 25:17 in 54 Minuten gewonnen. Zwar versuchten die Rand - Leipziger vom anderen Ende der Stadt sich, mit ihren 3 Linkshändern im Team, redlich am Grünauer Block, doch „Die Wilden Kerle Teil III“ waren vom Trainer gut auf diese Angriffsvariante eingestellt und zeigten, dass an diesem Tag die Blockwand zu hoch war. Auch schien es als ob die Lokomotive noch nicht alle Kohlen in den Kessel geschoben hatte, denn im zweiten Spiel des Tages ging es noch gegen den Tabellennachbarn aus Groitzsch. Doch auch hier konnte man nach einem umkämpften Spiel nur eine 1:3 Niederlage und den Platztausch in der Liga registrieren.

Jedoch sieht man sich schon in Kürze wieder, da wiederum dürften die Trauben für den Spitzenreiter höher hängen. Am 23. Februar bespielt man gemeinsam den Zweiten aus der untersten Bezirksklasse. Im Leipziger Stadtteil Lößnig ist man gemeinsamer Gast beim SV Turbine Leipzig II. Die spielfreie Mannschaft stellt jeweils das Schiedsgericht. Vor dem Spitzenspiel plagen den Trainer jedoch schon jetzt ganz andere Sorgen und Falten schlagen sich in sein Gesicht, denn für diesen Termin haben bereits 2 Stammspieler Urlaub beantragt. Mit der Gewissheit, dass auch das zweite Paar Spielschuhe passt, wird er in diesem Spiel Anderen ein Chance geben und vielleicht kann sich an diesem Tag die Reserve in das Buch der „Guten Taten“, sprich Homepage eintragen, wenn man am Ende jubeln sollte.

Auswärtssieg, Auswärtssieg,..........skandierten am Ende alle eingesetzten Spieler in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z: Thomas Arndt, Daniel Binder, Stefan Clauß, Eric Langer, Steffen Lösche, Mirko Pinseler, Hendrik Püschel, Robert Schlößer, Christian Straßburger und Robert Zschernitz

Mario Walden
Dompteur „Der Wilden Kerle Teil III“

12.01.2008: In Grünau gab es nichts zu holen

Zweimal 50 Minuten reichten zu klaren Siegen

Weiterhin eine weiße Weste behalten, haben die „Wilden Kerle Teil III“ sowohl bei ihren Heimspielen als auch in der Spielsaison. Gegen die Schlusslichter der 2. Bezirksklasse SV Groitzsch 1861 und FSV Thallwitz 01 gab es jeweils klare 3:0 Ergebnisse.
Schon im letzen Test am Donnerstag gegen das Lausbubenteam des eigenen Vereins hatte es ein klares 3:1 gegeben, über das sich der auf der Gegenseite spielende Trainer trotz eigener Niederlage erfreut zeigte. Zwar fehlte auf der TSV Seite der erfahrene Mittelblocker Stefan Clauß, doch zeigten die 11 Gefährten, dass sie zumindest in diesen beiden Begegnungen sein Fehlen kompensieren konnten.

Im ersten Spiel gegen Groitzsch gab es zu Beginn des ersten Satzes einige Konzentrationsfehler, doch schon zur Mitte des Satzes lief die Angriffmaschinerie an und nach bereits 16 Minuten wurde der erste Satzgewinn des neuen Jahres mit 25:14 eingefahren. Ähnliches Bild im zweiten Satz, druckvolle Aufgaben brachten die tapferen Groitzscher schier zur Verzweiflung und nach weiteren 16 Minuten war auch dieser Durchgang mir 25:16 Geschichte. Eigentlich sollte diese Story so weitergehen, doch aus unerklärlichen Gründen war ein wenig Sand ins Getriebe gekommen und sowohl Angreifer Tom Pietzonka als auch der für ihn einwechselte Robert Schlößer produzierten aus einer sicheren Annahme heraus Fehler beim Abschluss, so dass einige Zeit, bis zum 17:18, der SV Groitzsch in Front lag, doch mit 8 Sprungaufgaben hintereinander vom Co-Kapitän Hendrik Püschel, wurde das Groitzscher Schicksal an diesem Tag besiegelt.

Auch mit einem Sieg auf dem Konto waren sieben Thallwitzer erstmalig nach Grünau gekommen, um den Spitzenreiter zumindest ein wenig zu ärgern. Doch die Kabinenpredigt des Trainers vor dem Spiel konnte das Team um Kapitän Steffen Lösche im ersten Satz voll umsetzen. Unter den Augen vieler Zuschauer wurde durch schnelles und modernes Spiel Thallwitz mit 25:9 regelrecht an die Wand gespielt. Zwar kämpfte sich die Männer aus der Nähe von Wurzen sich im 2. Satz beim 14:13 noch einmal heran, doch der eingewechselte Robert Zschernitz brachte über die Mitte neuen Schwung und mit 25:17 auch in diesem Abschnitt ein klares Ergebnis.
Im 3. und letzten Satz dann wieder das gewohnte Bild, gute Aufschläge, beim 17:9 gleich 6 mal vom eingewechselten Christian Straßburger und Schnellangriffe über Mitte, Außen und aus dem Rückraum ließen das Ergebnis mit 25:10 zu komfortablen Vorsprung anwachsen.

Beim anschließenden gemeinsamen Siegerbier mit dem anwesenden Sponsor bewertete der Trainer den positiven Teamgeist aller 11 eingesetzter Spieler und eine hohe Trainingsbereitschaft als ausschlaggebende Grundlage für die aktuellen Erfolge der Mannschaft.

Am 26.01.2008 kommt Lok Engelsdorf als Gastgeber nach Grünau um einen weiteren Versuch zu unternehmen, den Tabellenführer zu fordern. Zu dieser außergewöhnlichen Lösung hatten sich die beiden Vereine geeinigt, als wegen Unbespielbarkeit der Engelsdorfer Halle ein Spielausfall oder Verschiebung drohte. Zweiter Gegner des Teams aus dem Osten Leipzig wird der SV Groitzsch sein, denen zumindest der Weg nach Grünau noch bekannt sein dürfte.

Bei den „Wilden Kerlen Teil III“ spielten am Sonnabend mit: Thomas Arndt, Robert Zschernitz, Daniel Binder, Steffen Lösche, Eric Langer, Mirko Pinseler, Hendrik Püschel, Tom Pietzonka, Robert Schlößer, Christian Straßburger und Patrick Starke

Mario Walden

Dez. 2007: Von Achten, die auszogen, um das Siegen zu Lernen

Polen 28.12.2007 – 29.12.2007

Am Freitagmorgen begab sich der TSV Leipzig mit 8 Spielern auf die weite Reise zu unseren polnischen Freunden des Volleyballvereins MLKS Volley Gubin, der ebenfalls unsere Kameraden aus der Tschechischen Republik eingeladen haben. Schon auf unseren bisherigen Beachcamps hatten wir eine schöne Zeit zusammen und freuten uns dementsprechend einige bekannte Gesichter wiederzusehen. Um 9.00 Uhr ging es mit dem Zug vom größten Kopfbahnhofs Europas in Leipzig los. Unsere Reise führte uns über Cottbus und schließlich auf die deutsche Seite der geteilten Stadt Gubin.

Nach dem herzlichen Empfang des polnischen Trainers und einem seiner Spieler fuhren wir in unsere „traumhafte“ Unterkunft. Das Ziel war ein Internat. Es war ein wenig spartanisch, doch wir waren schließlich nur zum Schlafen in diesem Zimmer. Nach dem Mittagessen in einem gemütlichen Restaurant ging es gestärkt und zuversichtlich in die Sporthalle.

Das Weihnachtsturnier begann gegen 15.00 Uhr mit dem Derby der ersten und zweiten Mannschaft des Gastgebers. Im sehr spannenden Duell zeigte sich jedoch die Erfahrenheit der ersten Mannschaft, die zugegeben erstklassig besetzt war. Zielgenaue Abwehr bzw. Annahme des Liberos und durchschlagskräftige Angriffe prägten ihr Spiel.

Im Zweiten Spiel des Turniers begegneten wir der eben genannten Mannschaft. Nach erfolgreiche Blockaktionen führten wir bereits 3:0, doch zeigt der Gegner rasch unsere Schwächen auf. Eine zeitweise ungenaue Annahme bzw. Abwehr und den kleinen Block auf Position 4 nutzen sie aus um ihre Führung auszubauen. Der Großteil der Angriffe war über die Mitte, Hinterfeld und Position 2 zu verbuchen. Der Außenangriff über 4 konnte sich leider nicht gegen den Doppelblock des Gegners durchsetzen. Nach der Verletzung unseres Kapitäns Hendrik Püschels, dem wir viele Punkte zu verdanken haben, schien es hoffnungslos. Bei einer Blockaktion wurde er angeschlagen und riss sich die Kapsel des linken Mittelfingers. Doch gerade jetzt fing die Mannschaft an zu kämpfen, doch möglicherweise zu spät. Der Kapitän spielte mit einen provisorischen Tapeverband weiter, seine Leistung ließ jedoch keineswegs nach. Zusammen mit dem Mittelblockern Stefan Claus und Mirko Pinseler holten wir durch einen großen Block und die Abwehr unseres Liberos Eric Langer auf. Thomas Arndt, der Zuspieler spielte oft den Block der Gegner aus. Doch alles das half nichts. Wir waren oft sehr dicht an der eigenen Führung dran, doch gegen Ende des Satzes zog die erste Mannschaft der Polen voraus zum Satzgewinn. Schließlich mussten wir eine klare 0:3 Niederlage gegen einen überlegenen Gegner einstecken.

Im nächsten Spiel traten wir gegen den angereisten tschechischen Verein aus Chodov an. Schon beim Einschlagen kristallisierte sich ein Angreifer heraus, der es im Verlauf des Spiels immer wieder schaffte an unserem Block vorbeizukommen. Doch entschied nicht dieser das Spiel, sondern die solide Leistung des Gegners. Wieder waren es unsere Annahme und die Schwächen im Außenangriff, die den Gegner in Führung brachte. Wir glichen oft aus und führten zeitweise auch bis zu zwei Punkten, doch am Ende des Satzes trat wieder das bekannte Phänomen auf. Der Gegner aus Chodov besiegelte den ersten Satzgewinn. Die folgenden Sätze ähnelten dem ersten Satz. Somit wieder eine Niederlage mit 0:3 Sätzen.

Hiermit war der erste von zwei Spieltagen für uns vorüber. Das letzte Spiel des Tages trugen die zweite Mannschaft Gubins und Chodov unter sich aus. Chodov entschied dieses Spiel mit 2:1 für sich und qualifizierte sich somit für das Finale gegen die erste Mannschaft des Gastgebers, welches am nächsten Spieltag entschieden werden sollte.

Von der Sporthalle ging es direkt zum Abendessen, wieder im noblen Restaurant. Danach gab es die Möglichkeit für alle Sportler die neue Schwimmhalle zu besuchen. Dies war eine gute Möglichkeit die Gelenke zu schonen und noch ein wenig zu relaxen, eben mal eine andere Art des Auslaufens nach sportlicher Betätigung. Die Mannschaft ließ den Tag beim geselligen Zusammensein noch einmal Revue passieren und analysierte ein wenig.

Nach der Nacht in unseren gemütlichen Betten machten wir uns um 9.00 Uhr auf zum Frühstück, stärkten uns und es ging direkt in die Halle. Wir spielten um Platz drei gegen die zweite Mannschaft Gubins. Wahrscheinlich steckte der Vortag noch in unsren Köpfen und Knochen, denn unsere gezeigte Leistung kam nicht einmal annähernd an unser gewohntes Niveau heran. Mangelnde Konzentration und schlechtes Umsetzen des Verteidigungsprinzips waren die Hauptgründe. Wieder eine 0:3 Niederlage und der 4. Platz war für uns bestimmt. Wir bekamen einen Minipokal und schossen noch ein paar Fotos mit den Gastgebern.

Nach dem Mittagsessen ging es wieder in die Unterkunft zum Säubern der Zimmer und Packen. Nun hieß es verabschieden. Wir wurden wieder zum Bahnhof gefahren, bedankten uns für alle Herzlichkeiten und beschlossen uns im nächsten Sommer in Chodov zu einem weiteren Beachcamp wiederzusehen. Na dieser Stelle noch einen schönen Gruß von polnischen Trainer an Mario. Er wünscht uns viel Erfolg für den Rest der Saison und hofft, dass wir wieder eine schöne Zeit im Sommer verbringen werden.

Gegen 14.00 Uhr fuhr unser Zug. Die Rückfahrt war weitaus ruhiger als die Hinfahrt. Viele schliefen und holten somit den Schlaf der letzten Nacht nach. Um 17.00 Uhr erreichten wir die Heimat verabschiedeten uns und freuten uns auf Silvester.

Für den TSV Leipzig spielten an diesem Wochenende: Hendrik Püschel, Stefan Claus, Mirko Pinseler, Daniel Binder, Thomas Arndt, Eric Langer, Patrick Starke und Robert Schlößer

An dieser stelle ein herzliches Dankeschön an Ingo Metze für die finanzielle Unterstützung der Fahrt nach Polen!

Verfasser: Robert Schlößer
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09.12.2007: Hornissenstiche und der Erfolgszauber „Umckaloabo“

oder die Geheimnisse der Faltenwespen-Vertreibung

Sicherlich hatten sich alle Spieler ordentlich mit Insektenabwehrmitteln und Mückenspray bewaffnet, als die Autokarawane am Sonntag den 09.12.2007 von Leipzig-Grünau über den Verpflegungspunkt in Wiederitzsch in Richtung Bad Düben fuhr, um in der Heidelandschaft ihren Meister zu suchen. Nach langer Fahrt über die Bundesstraße gab es plötzlich das Hinweisschild auf der rechten Seite „Hohenprießnitz 5 km“. Kurze Zeit später eine kleine Ortslage, jedoch zerfallen Gehöfte, fensterlose Wohngebäude, sollte die Wende hier noch nicht gewesen sein? Doch dann der letzte Hinweis des Suchspiels: Zschepplin rechts, Hohenprießnitz links, dann noch ein Wald, dann erschien mit dem Golfplatz und dem Ort im Vordergrund, sich ein kleines Märchenland aufzutun. Doch das war noch genug der Wunderdinge, denn die kleine Schulturnhalle des Ortes bereitete den angereisten TSV Spielern noch so manche weitere Überraschung: Werbung an den Wänden, Einspielmusik, Videokamera über dem Basketballkorb und Imbissversorgung im Vorraum und ca. 50 stimmungsbereite Zuschauer. Doch das erste große Kopfzerbrechen gab es bei Betrachtung der 7 hünenhaften 2m Gestalten, die vom Libero und Zuspieler angetrieben Angriffsschläge auf den Hallenboden donnerten, das den Putz der schönen Halle abbröckeln ließ.

Hier hieß es jetzt die Wundertüte aufgemacht und auf den Zauber der oben genannten Südafrikanischen Wurzel gehofft, die schon den Trainer über Nacht aus dem Reich der Toten geholt hatte und deren Wirkung sich scheinbar auf die gesamte Truppe ausgewirkt hatte, denn immerhin war am Donnerstag beim letzten Test gerade mal 5 Spieler anwesend, als die eigene Zweite auch diesem letztem Aufgebot nicht standhalten konnte. Doch die Kaplandpelargonie schien noch weitere Überraschungen auf dem Plan zu haben. Plötzlich stand der Kapitän in der Kabine und begann sich umzuziehen, eine Woche nach einer Bänderdehnung? Was soll der ich sagen, hier waren höhere Mächte im Spiel! Als dann noch Christian Straßburger eintraf, war das Protokoll voll und das gesamte Feuerwehreinsatzkommando anwesend.

Im 1. Spiel des 2. Advent-Sonntags gab es zwar noch einen klassischen Fehlstart der Hausherren, denn zumindest der 1. Satz ging mit 25:14 an „Hopp oder Top“ spielende Engelsdorfer. Doch beim 19:19 im 2. Satz endete die Hoheit der Gäste, dann dominierten die Honets nach Belieben und drehten das Spiel mit 3:1 zu ihren Gunsten.

Die zweite Begegnung sollte dann endgültig in einem unumschränktem Endspiel 1. gegen 2. werden und Aufschluss über die Vorherrschaft in der Tabelle der 2. Bezirksliga bringen. Nach gegenseitigen Angriffs- und Aufschlagskaskaden auf beiden Seiten war es schon verwunderlich, dass kein Zuschauer verletzt wurde und die Halle ganz blieb.

Hornettrainer Falk Felgner warf mit Mario Händler und Frank Geißler 2 neue Außenannahmespieler in den Schmelztiegel, doch die Angriffsmaschinerie stockte, denn mit 7:0 starteten die „Wilden Kerle Teil III“ vortrefflich in die Begegnung und hatten viel Spaß im Hornissennest von Hohenprießnitz. Doch der Vorsprung wurde nicht verteidigt und ausgebaut, auch begann die Außenangreifer in Person Frank Geißler zu stechen und holten sich Meter um Meter der bereits verbrannten Erde zurück. Bei 19:19 war der Satz wieder offen und die Übermacht aus Hopri konnte beim 24:23 schon den ersten Satzball verzeichnen. Die TSV-Sieben ließ jedoch keinen Annahmeverlust mehr zu, erkämpfte sich 3 Breaks und jubelte beim 27:25 als wäre das Spiel gewonnen.

Zweiter Durchgang, die Honets beginnen mit einem Vernichtungsflug, jetzt kommen auch die Langen Stiche aus der hinteren Reihe, der Hornissenbändiger holt mit Christian Straßburger bei 3:7 ein Trumpfass aus dem Ärmel und wehrt so mindestens 4 Hornetstiche ab. Danach ausgeglichenes Spiel, die „Wilden Kerle Teil III“ können sich nur leicht absetzen, doch schaffen gerade Händler und Geißler immer wieder den Anschluss herzustellen. Dann schreitet Hauptbrandmeister Mirko Pinsel mit einem neuen Insektizid zur Aufgabe, viermal eingesetzt können die Faltenwespen keinen Stich landen und mit 25:21 dominiert erneut der Gast.

Satz drei beginnt, dass Ziel den Gewinn des dritten vor Augen, doch es schienen die Kräfte zu schwinden und von allen Seiten greifen Hornissen an. Hauptbrandinspektor Walden wirft alle Reserven in das Kampfgetümmel. Die eingewechselten Straßburger, Schlößer, Binder und Zschernitz holen sich zwar Beulen und Schwellungen doch halten sie sich beim Satzverlust mit 18:25 erfreulich lange gegen den unbarmherzigen Angriff der großen Wespen aus und schaffen so für die erste Reihe die notwendige Pause, denn viele Hornissenstiche können bekanntlich auch für den Menschen gefährlich werden.

Es beginnt der 4. Abschnitt, die Feuerwehr empfehlt zur Hornissenbeseitigung: „In einem Schutzanzug das Bauwerk (Nest) inklusiver Bewohner zu entfernen und in einem entfernten Waldstück auszusiedeln. Die Demontage beginnt, Oberbrandmeister Thomas Arndt bringt vorsichtige Köder von der Grundlinie in die Nähe seines Pandons Nagorny. Die Großen Kampfhornets gehen auf diese Angebote ein, wie das Messer durch die Butter und es steht 5:1 für die Wilden Kerle. Da macht plötzlich der Schiedsrichter die Tür auf, der Plan von der Aussiedlung der Hornissen mit kompletten Nest aus Ihrer eigenen Wohnung nimmt Konturen an. Zum Glück geht die Tür wieder zu, doch Frank Geißler hat von dem Gelben Butterbrot plötzlich Magenprobleme bekommen, denn er bekommt kaum noch einen Ball auf den 81 Quadratmetern der anderen Seite unter. Der TSV kontrolliert das Geschehen und lässt sich nicht mehr in den Adventsglühwein spucken, dem tüchtigen Kapitän Steffen Lösche bleibt es mit einem raffinierten Lob vorbehalten die geöffneten Hornissenfangsack (25:21) mit der letzten Wespe einzufangen, zuzubinden und ins Freie zu geleiten.

Die Grünauer Feuerwehr kämpfte mit südafrikanischer Wurzelvoodoo unter notwendigen Schutzanzügen der Fa. EAD Leipzig GmbH bei der Aussiedlung der Hornets aus der Schulstraße 3 b in 04838 Hohenprießnitz mit : Brandinspektor Steffen Lösche, Hauptbrandmeister Hendrik Püschel, Hauptbrandmeister Stefan Clauß und Mirko Pinseler, Oberbrandmeister Tom Pietzonka, Eric Langer und Thomas Arndt, Brandmeister Christian Straßburger, Robert Schlößer, Daniel Binder und Robert Zschernitz sowie Co-Oberbrandinspektor Patrick Starke und Wolfgang Binder von der Feuerwehrschutzanzugfirma EAD sowie Rainer Straßburger als notwendiger TÜV Verantwortlicher, der den Löscheinsatz überwachte und

Hauptbrandinspektor
Mario Walden

24.11.2007: Auch ohne Kapitän ging der TSV-Kreuzer nicht unter

2 Stunden Kaperfahrt mit großer Schatzsuche

Auf hohe See ging das kleine Junioren-Schulschiff des TSV Leipzig 76 in die Gefilden der Piraten aus Reudnitz, die um Ihren Steuermann Roger Hesselbarth alles an Deck geholt hatten, was Kanonenkugeln schleudern konnte, allen voran Ober-Kanonier Jan Fichtner, der ein ums andere Mal das Deck der Jungs vom Kulkwitzer See leer schoss.

Bei der Vorbereitungsregatta am Donnerstag hatte man noch in einem ungleichen Duell gegen den Landesklasse-Dampfer von Lok Nord-Ost beim 1:3 noch Wasser schöpfen müssen, doch war es scheinbar eine gute Vorbereitung auf die stürmische See, die uns im Stadtteil Connewitz erwartete.

Weiterhin ungewöhnlich die unmittelbare Schlachtvorbereitung, so wurde vorher der Ankerplatz des SV Reudnitz, die Südbrause, zu einer Kaffeerunde überfallen und eine Stunde vor Spielbeginn befahl Admiral Walden in der altehrwürdigen Turnhalle Biedermannstraße das Üben von Enterhakenwerfen und Abschießen kleiner Schrapnelle von der Backbordseite, zu einem Zeitpunkt, wo die See noch ruhig war und von den Reudnitzer Piraten noch weit und breit nichts im Fernrohr zu sehen war.

Die Schlacht begann pünktlich um zwei Uhr, mit einer zielgerichteten Salve aus Musketen in Richtung Steuerbord, in die Reihen hinter den Steuermann und die Fahrt mit Rückenwind gewann das TSV-Schlachtschiff an Vorsprung, der mit 7:1 und 12:6 schnell anwuchs. Doch irgendwie drehte sich der Wind und die scheinbar leichte Beute wurde mit 22:25 entrissen.

Bei der 2. Anfahrt wogte das Gefecht hin und her, keine der beiden Besatzungen konnte sich absetzen, beim 19:16 beantragt Admiral Zimmermann eine Kampfpause, in der Folge konnte Reudnitz wieder Fahrt aufnehmen und führte mit 22:21, doch auch Admiral Walden zieht noch einmal die Parlamentärs-Flagge und bringt so sein Schiff wieder nach vorn und hat beim 26:24 die Galionsfigur an der Ziellinie vorn.

Die Wende scheint geschafft, mit frischer Kraft und Mut geht es in ein neues Manöver, jedoch wird ein 7:1 Vorsprung postwendend in einen 11:13 Rückstand gewandelt, ein ums andere Mal schlagen die Geschützkugeln von Kanonier Fichtner Breschen in die Grünauer Bordwand, das Wasser dringt an den jungen Geschützführern vorbei ins Bootsinnere, die letzte Taktik ein Bollwerk gegen die Angriffswucht zu errichten, misslingt, Reudnitz triumphiert beim 25:18 deutlich.

Kaltes Wasser auf die heißen Geschütze und in die Kehlen der durstigen Kämpfer, das Lob über einen tollen Tag und die Zielstellung wiederholt, die lautete, 2 Abschnitte gewinnen zu wollen. Ausgeglichener Beginn, bei 14:11 gewinnt man etwas Kontrolle, Bootsmann Clauß an der mittleren Kartaune lässt mit seinen donnernden Angriffen die Reudnitzer wie Sprottenfischer aussehen und auch Ihr bester Angreifer kann sich am doppelten Blockbrecher nicht mehr wie gewohnt durchsetzen. Der Vorsprung wächst auf 21:13 an, doch dann stockt die Angriffsmaschinerie. Messerwerfer Keetmann bringt alleine 5 Würfe von Heck ins Ziel. Der Admiral hievt zwei weiße Fahnen und wirft neue Matrosen zur Verteidigung an Deck. Zwei gut geworfene Enterhaken von Kaffee-Smutje Pinseler, dann ist dieser Schlachtabschnitt mit 26:24 beendet.

Diese Schlacht wurde zwar gewonnen, doch der Krieg ist nicht vorbei, ein letztes fünftes Duell soll die Entscheidung über die Vorherrschaft in der Leipziger Seenlandschaft an diesem Tag bringen. 5:7 Führung für Hesselbarth´s Mannen, kurze Waffenruhe, die Prognose die Wendemarke zuerst zu erreichen gelingt, wieder mit Rückenwind aus Richtung der Neunseenlandschaft die Führung herausgesegelt und bei 14:12 den Sieg vor den Augen, doch, ach der gute Kaleu Püschel, ein an diesem Tag würdiger Stellvertreter des in der Koje im Heimathafen gebliebenen Kapitäns verschießt seinen letzen Schuss weit unter die Wasserlinie. Also geht das Feuer weiter, wenig später befördert der eben noch enttäuschte Kaleu eine Wasserbombe kurz vor Ihrer Explosion mit letztem Einsatz wieder über die Kampflinie zurück, um Sekundenbruchteile später, neben dem verdutztem Freibeuter Fichtner auseinander zu bersten.

Dem Heckschützen Pietzonka ist es vorbehalten die beiden letzten Breitseiten in Richtung Reudnitzer Bordwand abzufeuern, dieses Mal genau in richtiger Höhe, denn die beiden Treffer zum 20:18 bedeuten Sieg an der Küste des Gegners und die Verteidigung eines weiteren Angriffs auf den Platz an den schönsten Stränden der Karibik.

Beim TSV zur Kaperfahrt angeheuert hatten: Kapitänsleutnant Püschel, Bootsmann Clauß, Navigator Arndt, Steuermann Langer, Smutje Pinseler, Kanonier Pietzonka, Quartiermeister Straßburger, Bootsmaat Zschernitz und Bootsmaat Schlößer

Admiral des TSV
Walden

10.11.2007: Die Serie gehalten

Arbeitssiege gegen Borna und Wurzen

Während sich das Regional- und die Bezirksligateams des TSV Leipzig 76 zu Ihren Spitzenbegegnungen in Oelsnitz und beim VCL V denkbar knapp mit 2:3 geschlagen geben mussten, konnte sich die 3. Mannschaft bei Ihren beiden Heimspielen vor ca. 40 begeisterten Zuschauern gegen SV Einheit Borna II mit 3:1 und den 1. VSV Wurzen mit 3:0 schadlos halten, und ist damit als einzige TSV Vertretung noch ohne Niederlage in der laufenden Saison.

Doch täuschen die Siege nicht über eine sehr spannenden Verlauf der beiden Sonnabend-Spiele hinweg. Im ersten Spiel zeigte der Tabellenfünfte aus Borna um Routinier Frank Scheibel bis zum Ende verbissene Gegenwehr und punktete vor allen dank starker Block-und Angriffsaktionen. Zwar konnte der 1. Satz noch souverän mit 25:18 gewonnen werden, doch schon zu Beginn des Zweiten, legte der Gast vor und führte schon mit 8:4, zwar konnte man zur Satzmitte noch bis zu einer 18:17 Führung kontern, doch unerklärliche Schwächen im Außenangriff führen zum 1:1 Satzausgleich mit 20:25 für die Einheit aus dem Süden Leipzigs.

Im dritten Abschnitt dominierte dann wieder die TSV-Sieben, die in diesem Spiel vor allem in dem Borna stammenden Stefan Claus ihren besten Mann hatten. Mit gelungenen Angriffen und Blöcken sorgte der erfahrene Mittelblocker immer für Überraschungen bei seinen jungen Landsleuten auf der Gegenseite. Zu Beginn führte man bereits 10:4, doch immer wieder führten eigene Fehler zu Punkten für Borna, beim 11:12 war Trainer Mario Walden gezwungen in einer Auszeit auf eine sichere Spielweise hinzuweisen, die sofortige Reaktion war das deutliche Absetzen mit 19:15 und der Satzgewinn mit 25:20.

Umgekehrte Vorzeichen in Durchgang vier: Der TSV lief der Führung von Beginn ständig hinterher und lange sah es nach dem ersten Fünfsatzspiel der Saison aus. Bei 13:14 führte ausgerechnet ein Unstimmigkeit im Protokoll und die folgende längere Spielunterbrechung zur Wende im Satz. Schnell wurde der Rückstand in eine 16:14 Vorsprung umgewandelt. Der hielt dann bis 23:21, auch hatte der Wechsel von Christian Straßburger auf Block für Zuspieler Thomas Arndt den gewünschten Erfolg und brachte den ersten Matchball für den TSV, doch ließen man den Trainer an der Linie noch mal zittern als zwei Annahmen nicht zu Erfolg führten. Dem Kapitän Steffen Lösche, mit einem raffinierten Leger, war es dann beim dritten Anlauf vorbehalten, den Sieg zu sichern.

Im zweiten Heimspiel des Tages stellte dann der 1. VSV Wurzen die zahlreichen und lautstarken Fans vor eine erneute Bewährungsprobe ihrer Unterstützung. Obwohl Coach Walden durch Nominierung der Stammformation deutliche Zeichen in Richtung Sieg setzte, wurde nur der 1. Satz mit 25:19 zu einer klaren Angelegenheit. Trotz optischer Überlegenheit und immer wieder deutlich heraus gespielten Punktvorsprüngen wie 15:11 und 20:16 schafften es die Wurzener mit taktischen Aufgaben und schnellen modernen Spiel über Ihre Außenangreifer der Rückstand zu verkürzen. Nach einer Auszeit bei 24:22 war es dann Tom Pietzonka vorbehalten die letzte Aufgabe zum 2:0 ins gegnerische Feld zu servieren.

Beim 17:9 in dritten Satz hatte einige Spieler scheinbar schon die Turnschuhe eingepackt und waren in Gedanken schon beim Siegerbier, denn über eine Auszeit bei 19:15 kamen die Männer aus der Keksstadt immer weiter heran und führten bereits 21:20 als Mario Walden in seiner zweiten Pausenansprache, die Möglichkeit einer Spielwende offenbarte. Leider ohne spontanen Erfolg, denn kurze Zeit später folgte die Wurzener Spieleröffnung zum Satzgewinn bei 24:22. Jedoch stand dieses Mal die Annahme und Mittelblocker Stefan Claus ließ nun keinen Ball mehr vorbei und beim Satz- und Spielgewinn segelte der letzte Angriff des 1. VSV zum Glück einen Meter im Seitenaus.

Der Rest war grenzenloser Jubel und das fallen einer Zentnerlast beim getreßten Trainer, der sich den Nachmittag nicht so kurzweilig vorgestellt hatte.

In den nächsten Spielen wird es sicherlich nicht einfacher für die Yuongster aus Grünau, geht es doch am 24.11. nach Connewitz zu den Oldies des SV Reudnitz und am 09.12. zum Tabellendritten SV Hohenprießnitz, zu den heimstärksten Teams der Liga.

Für den TSV Leipzig 76 III spielten: Mirko Pinseler, Robert Schlößer, Thomas Arndt, Eric Langer, Daniel Binder, Steffen Lösche, Tom Pietzonka, Hendrik Püschel, Robert Zschernitz, Christian Straßburger und Stefan Claus

Mario Walden
Trainer TSV Leipzig 76 III

27.10.2007: Licht und Schatten

Männlicher Bereich mit fast makelloser Auswärtsbilanz

Während die weibliche Volleyballabteilung mit Niederlagen das Wochenende (Dresden SSV – TSV I 3:1, Borna – TSV II 3:2 und TSV III – ATV Volkmarsdorf 1:3) beendeten, können die Männermannschaften weiterhin positive Bilanz ziehen. So kamen die Maaß-Schützlinge beim Mitaufsteiger Ohrdruf in der Regionalliga, zu einem umjubelten 3:1 Sieg und stiegen in der Tabelle wieder auf die 2. Position. Die zweite Vertretung siegte ebenfalls mit 3:1 in Bad Düben und sicherte die Tabellenführung in der Bezirksliga.

Auch auf Reisen gingen die Dritte Mannschaft in die Gemeinde Groitzsch, deren Gründungsjahr 1861 keineswegs auf das Alter der Gastgeber schließen sollte. Zwar hatte Coach Walden am Donnerstag in einem Testspiel gegen die Bezirksliga von Engelsdorf gegen ebenfalls routinierte Spielkultur noch die optimale Aufstellung fürs Wochenende getestet und bei einer 2:3 Niederlage wurden der ein oder andere Mangel gnadenlos aufgedeckt. Allerdings fehlte in Groitzsch mit Kapitän Steffen Lösche, Mittelblocker Stefan Claus und der Allrounder Christian Straßburger 3 Aktive aus der Stammformation. Durch den 1. Sieg des Spieljahres gegen Engelsdorf II auf der Habenseite spielte der SV Groitzsch in 1. Satz der 2. Begegnung locker auf, kam jedoch, da auf einigen Positionen umbesetzt nicht zum Zuge und verlor deutlich mit 25:14.

Im 2.Satz stellte Trainer Kummer jedoch seinen siegreichen Sechser wieder auf und fortan lief der TSV hinterher. Beim Stand von 15:9 für den SV schienen schon die Fälle für den Satzgewinn weggeschwommen, doch das Einschwören in der Auszeit half, man kämpfte sich auf 17:17 heran und gewann am Ende knapp und glücklich mit 25:23. Umgekehrte Vorzeichen in Satz 3, mit einer scheinbar sicheren 22:18 Führung im Rücken war der 3:0 Sieg sicher gebucht, doch dieses Mal waren die Groitzscher die besseren Kämpfer und gewannen mit 28:26 den ersten Satz gegen den Tabellenführer aus Grünau.

Auch der Beginn des 4. Abschnittes ließ die ca. 20 Zuschauer in Groitzsch in gute Stimmung versetzen, führte man nach 3:0 bereits mit 9:4. Jedoch riss durch eine Verwarnung eines Groitzscher Spielers wegen Beleidigung seines Gegenübers der Spielfaden und die Grünauer Jungs hatten dann beim 25:16 am Ende ein leichtes Spiel und nehmen den Satzverlust als lehrreiche Lektion für die nächsten Heimspiele am 10.11.2007 nach Hause mit zurück.

In einer ausgeglichenen Teamleistung glänzen: Thomas Arndt, Robert Zschernitz, Daniel Binder, Eric Langer, Mirko Pinseler, Hendrik Püschel, Tom Pietzonka und Robert Schlößer.

Mario Walden
Trainer TSV Leipzig 76 III

21.10.2007: Der Aufstand der Volleyballzwerge

Die 2. Bezirksliga des TSV Leipzig 76 eliminiert den Serienbezirkspokalsieger

Im Testspiel gegen die Regionalliga des eigenen Vereins war man am Donnerstag einem Satzgewinn noch hinterhergelaufen, auch wenn man in mehreren Abschnitten dicht dran war. Doch wenn die Generalprobe nicht klappt, wird es eine gute Premiere, hatte der Trainer Mario Walden seiner jungen Mannschaft noch vor dem Spiel prophezeit und seine Worte sollten sich bewahrheiten.

Das Los hatte den Young-Stars des TSV Leipzig 76 (7 Spieler sind noch in der A-Jugend) mit Grün-Weiß Dommitzsch eines der stärksten Teams der Bezirksliga und Bezirkspokalsieger der letzten Jahre als Gegner beschert. Dieses Spiel sollte ein klare Standortbestimmung für das aktuelle Leistungsvermögen dieser auf einigen Positionen umgestellten Mannschaft darstellen.

Im 1. Satz ging es ständig hin und her, so wurde ein 6:1 Vorsprung innerhalb der nächsten Aufstellung postwendend in ein 6:6 gewandelt, danach führte der TSV bis zum Ende und konnte diesen 2 Punkte Vorsprung mit einem 25:23 ins Ziel bringen. Der zweite Durchgang wurde zu einer einzigen Galavorstellung der TSV-Sieben, denn sowohl der Aufschlag, als auch der Außen- und Mittelangriff dominierte nach Belieben und so ging der der Satz nach einer viertel Stunde deutlich mit 25:13 an die Grünauer Buben.

Wer nun dachte die Dommitzscher ergaben sich ihrem Schicksal, der sah im dritten Abschnitt die Grün-Weißen Farben in neuen Glanz erstrahlen. Zwar hatte Trainer Mario Walden vor großer Euphorie gewarnt, doch mit relativ einfachen Spiel erzwang der Pokalverteidiger die Spielverlängerung. Dabei fiel das Ergebnis mit 18:25 recht deutlich aus.

Doch die Grünauer wollten an diesem verregneten Sonntag keine Verlängerung des Spiels, im vierten Satz übernahmen sie wieder das Kommando und bestimmten das Spielgeschehen, lagen nur beim 8:9 einmal zurück. Zwar hatten sie am Ende das Glück des Tüchtigen, als ein eigener Aufschlag zum Satzball von Schiedsrichter gut gegeben wurde und die gegnerische Spieleröffnung bei 24:22 im Netz landete. Danach überwog grenzenloser Jubel und der Wunsch noch lange im Pokalwettbewerb des Bezirkes Leipzig verbleiben zu dürfen.
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Zum Siegerfoto am Fahrzeug des Sponsors fand man sich wie folgt ein:
rechte Seite von hinten nach vorn: Robert Zschernitz, Tom Pietzonka, Stefan Claus, Kapitän Steffen Lösche, Mirko Pinseler, Robert Schlößer
linke Seite von hinten nach vorn: Trainer Mario Walden, Hendrik Püschel, Christian Straßburger, Thomas Arndt, Daniel Binder und Eric Langer

Mario Walden
stolzer Trainer des TSV Leipzig 76 III
 

06.10.2007: Sieg durch die Mitte

(Bericht von Mario, Trainer TSV Leipzig 76 III)
1. Auswärtsspiel der Saison wurde zu einem Angriffsfestival der Mittelblocker

Sieht man mal von eineinhalb Stunden dauernden Anreise nach Thallwitz (zwischen Wurzen und Eilenburg gelegen) mal ab, war der erste Auswärtssieg der TSV Youngstars eine durchaus gelungene Angelegenheit. Aus der Vorsaison gewarnt, man spielte in Thallwitz immerhin 10 Sätze (Bilanz ausgeglichen), hatte man sich auf das Auswärtsspiel gut vorbereitet. Gegen Landesklasseaufsteiger Markkleeberg konnte man ein Testspiel am 27.09. mit 3:2 gewinnen, während man sich dem Aufsteiger in die Sachsenliga Turbine Leipzig mit einem denkbar knappen 1:3 geschlagen geben musste. Gut vorbereitet und mit beiden Stammmittelblockern (Stefan Claus und Mirko Pinseler), die beim Heimspielstart wegen Dienstverpflichtungen und Passproblemen noch pausierten, ging es in die kleine und enge Spielhalle des FSV 02 Thallwitz.

Jedoch konnte der Gegner nur in der Anfangsphase des 1. Satzes mit den Randleipzigern mithalten und am Ende wurde der erste Durchgang mit 25:17 eingefahren. Durch die solide Annahmeleistung konnte vor allem die Mitte immer wieder wirkungsvoll eingesetzt werden. Und Stefan und Mirko brannten ein wahres Feuerwerk ab, es schien als wollten sie die entgangenen Angriffe aus den beiden versäumten Heimspielen nachholen. Allein 70% des gesamten Angriffs sowohl nach Annahme und Feldzuspiel wurde über Stefan und Mirko erfolgreich in der Thallwitzer Spielfeldhälfte versenkt.

Dabei konnte der Trainer sich den Luxus erlauben, mit Kapitän Steffen Lösche, Christian Straßburger, Tom Pietzonka und Robert Zschernitz alle Außenannahmespieler einzusetzen, ohne dass ein Leistungsabfall erkennbar war. Zwar leisteten die tapferen Thallwitzer bis zum Ende Widerstand, doch gingen die Sätze zwei und drei mit 25:15 und 25:13 noch deutlicher aus. Eine Nettospielzeit von 53 Minuten ist die logische Konsequenz für einen soliden Gesamteindruck.

Nach einem Wochenende Spielpause stehen die bereits die nächsten schweren Auswärtsspiele auf dem Programm, denn am 20. oder 21.10. wartet mit den Grün-Weißen aus Dommitzsch ein Topteam der Bezirksliga im Bezirkspokal auf die Reserve der Grünauer, und am 27.10. geht es unter ähnlichen Vorraussetzungen in die kleine Halle der Groitzscher Volleyballer. Hoffen wir dann wieder auf gelungenen Angriffswirbel am hohen Netz.

Für die 3. des TSV Leipzig 76 spielten: Thomas Arndt, Steffen Lösche, Stefan Claus, Christian Straßburger, Mirko Pinseler, Hendrik Püschel, Eric Langer, Tom Pietzonka, Robert Zschernitz und Martin Wappler
 

15.09.2007: Sieg gegen Altenburg

(Bericht von Mario) Auftakt nach Maas

Einen gelungenen Start in die Saison 2007/2008 feierte am Wochenende der TSV Leipzig 76 mit seinem im Bezirk startenden Mannschaften. Die Damen des TSV II fegten dabei die 3. Reudnitzer Vertretung mit einem klaren 3:0 vom Feld. Jedoch will Trainer Mathias Schorcht dem Sieg nicht so große Bedeutung beimessen, denn in der 1. Bezirksklasse sei Reudnitz IV der Favorit.

In der TSV Arena (Spielhalle an der Grünauer Welle) gab es einen Heimspielstart, wie er hätte besser nicht sein könnte; selbst Präsident Ingo Metze betont, dass es so etwas noch nie gegeben habe.

So konnte sich die von Trainer Michael Berbalk trainierte 3. Damenmannschaft mit einem 3:0 an den Küken des SV Lok Engelsdorf TSP III schadlos halten, hatte aber beim 3:1 Sieg über den ESV Delitzsch mehr Mühe als erwartet.

Besagter Trainer brachte dann (an seinem Geburtstag) das Kunststück fertig, zeitgleich auf dem Nachbarfeld spielend mit dem Bezirksligateam des TSV II, ebenfalls beide Spiele zu gewinnen. Beim 3:1 gegen den VC Leipzig IV musste man zwar lange zittern, ehe man den vierten Satz knapp mit 25:23 für sich behaupten konnte. Libero Thomas Pfahler sagte dann im  Interview: „Wir haben aus der überraschenden Testspielniederlage gegen die 3. Mannschaft die richtigen Lehren gezogen, sie kam zur richtigen Zeit, denn die Ergebnisse beim Intercup und die Siege gegen höherklassige Mannschaften wie SV Einheit Borna haben uns zu sicher gestimmt.“

Gegen den Favoriten der Bezirksliga, den Hohenstädter SV, gab es dann ein klares 3:0, und in deren Reihen spielte mit den Polzin-Zwillingen und Sven Meißner immerhin einige die noch vor kurzem in der Landesliga bei der DJK Colditz unter Vertrag waren. Der Lohn für die beiden Siege war die Tabellenführung der Bezirksliga, da die Heimmannschaften DJK Colditz und SV Lok Engelsdorf bei ihren Heimstarts jeweils einmal patzten.

Mit gemischten Gefühlen startete die, von Trainer Mario Walden, neuformierte 3. Vertretung ins Geschehen der 2. Bezirksklasse, denn neben Abgängen von 3 Stammspielern, Alexander und Benjamin Rost sowie Florian Rappl, die für die oben genannte 2. Mannschaft für frischen Wind sorgten, musste man zu Beginn des Spiels gegen SV Lok Engelsdorf II auf die beiden Kapitäne (Steffen Lösche und Hendrik Püschel) verzichten, die aus beruflichen Gründen noch nicht in der Stammsechs auflaufen konnten. Auch fehlte mit Mittelblocker Stefan Claus ein weiterer Stammspieler. Zum Entsetzen des Protokollschreibers stellte sich noch heraus, dass der Spielerpass des zweiten Stamm-Mittelblockers Mirko Pinseler abgelaufen war. Doch der Siegeswille beeindruckte nicht nur den Trainer, sondern auch die Gegner aus dem Leistungszentrum im Westen von Leipzig. Mit 25:20; 25:22 und 25:21 schlug sich die auf 4 Positionen veränderte Mannschaft prächtig. Dabei ist besonders die Leistung von Tom Pietzonka und Daniel Binder herauszuheben, die trotz fehlender Matchpraxis ein tolles Spiel über die Mitte aufzogen. Die Krönung war jedoch Christian Strassburger, der nach einmal Training mit dem Team auf der wichtigen Diagonalposition nicht nur Kapitän Püschel ersetzen musste, sondern gerade in schwierigen Satzsituationen seinen Mann stand.

Zwar waren dann zum 2. Spiel gegen den Geheimfavoriten SV Turbine II die fehlenden Kapitäne an Bord, doch deutet das 3:0 über einen spannenden Verlauf hinweg, denn in Durchgang 2 und 3 hatten die Jungs vom Silbersee durchaus die Möglichkeit, das Spiel in ihre Richtung zu wenden, doch zumindest an diesem Tag hatte der Trainer das glückliche Händchen für die Auszeit oder den passenden Wechsel im richtigen Moment. Nach dem glücklichem Ende mit 27:25 im dritten Satz war es wieder der Präsident, der die richtigen Worte fand: „Ein tolles Spiel, hier wächst etwas ganz Großes heran!“

Beim aktuellen Platz an der Sonne kann hier der Trainer auch nicht mehr hinzufügen.

Wünschen wir uns, dass die ersten Vertretungen des Vereins bei Ihrem Start in der nächsten Woche genau so gut nachlegen können. Die Damen gastieren am 22.09.2007 um 19:30 Uhr beim FSV Reichenbach, während die Herren um Trainer Udo Maaß um 17:00 Uhr gegen den Jenaer TVV ihren Heim-Einstand in der 3. Liga feiern. Möge dann die TSV Arena wieder so kochen und brodeln wie am vergangenen Wochenende.

Mario Walden


Trainer TSV Leipzig 76 III

  
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